
Alfred Hettmer Alter – Die ZDF-Fernsehserie Aktenzeichen XY… ungelöst feierte 1967 Premiere. Sie war eine Gemeinschaftsarbeit von ORF und SRF und wurde von 1968 bis 2003 als Eurovisionssendung ausgestrahlt. Der Schwerpunkt der Sendung liegt auf der Aufklärung konkreter Kriminalität. Für das ZDF ist es ein Dauerbrennerformat.
Format
Längst vernachlässigte Verbrechen können mit Hilfe der Öffentlichkeit endlich aufgeklärt werden. Darüber hinaus werden in jeder Folge drei bis sechs ungelöste Kriminalfälle präsentiert, die als etwa zehnminütige Videorekonstruktionen die von der Polizei gesammelten Fakten darstellen. Diskutiert werden auch „Studiofälle“,
bei denen persönliche Fotos, Phantombilder oder Abbildungen charakteristischer Gegenstände bei der Suche nach Kriminellen oder der Identität unbekannter Verstorbener eingesetzt werden. Warnungen an Zuschauer können per Telefon oder Internet erfolgen. Die Redaktion schätzt, dass sie durchschnittlich 40 % der ausgestrahlten Fälle lösen kann.
Moderatoren
Die Premiere der Sendung fand am 20. Oktober 1967 statt. Eduard Zimmermann schuf das Format und fungierte als erster Moderator. Nach der Ausstrahlung der 300. Folge am 24. Oktober 1997 übergab er die Leitung an Butz Peters, der gemeinsam mit Zimmermanns Tochter Sabine Zimmermann die Sendung moderierte.
Zuvor hatten die beiden gemeinsam an der 200. XY-Folge im Unterföhringer Studio gearbeitet, wo sie Searches moderierten und Zimmermann auch als Produktionsleiter fungierte. Rudi Cerne ist seit dem 18. Januar 2002 Moderator der Sendung.
Übertragen
1967 schrieben Eduard Zimmermann und das ZDF gemeinsam Geschichte mit der ungelösten Akte XY… Schon zuvor wurden Nachrichtensendungen mit Fotos und Phantombildaufnahmen genutzt, um den Tätern auf die Spur zu kommen; Die erste Fahndung dieser Art fand 1938 im Fernsehsender Paul Nipkow statt,
als der von einem Mörder zurückgelassene Mantel gezeigt wurde. Suchmaschinen wurden jedoch noch nicht als eigenständiger Programmtyp erkannt. Die Idee zu der Show kam Zimmermann während der Produktion seiner Serie „Vorsicht Falle!“ aus dem Jahr 1964, in der er die Zuschauer durch nachgestellte Szenen vor zeitgenössischen Betrügereien warnte erhielt von den Zuschauern häufig entsprechende Personenbeschreibungen und Hinweise auf Betrüger.
Dies inspirierte ihn dazu, gemeinsam mit der Kriminalpolizei in einer eigenen Sendung namens „Achtung Falle!“ über ungeklärte Fälle zu berichten. Bis zur Einführung des Aktenzeichens XY wurden die Sendungen der ersten Jahre tatsächlich gelegentlich nach einzelnen Kriminellen mit Bildern und Namen durchsucht. Darüber hinaus gab Eduard Zimmermann zu,
dass seine Inspiration für diese Werkzeuge aus seiner eigenen Erfahrung als Opfer eines Betrügers stammte. Am 7. Juni 1968 konnte mit Hilfe von Zuschauern der Mord an dem Verleger Bernhard Boll endlich aufgeklärt werden. Innerhalb von 12 Stunden nach der Ausstrahlung von XY konnte die Polizei den Täter identifizieren und festnehmen.
Ab der vierten Folge war der ORF an der Produktion und Ausstrahlung der Sendung beteiligt, ab der dreizehnten Folge beteiligte sich auch das Schweizer Fernsehen. So verlief die Erstausstrahlung von XY als Eurovision-Show. Der erste Tag der Farbausstrahlung der Sendung war der 17. Januar 1975.
Zur Feier wurden neue Titelkarten und Verzierungen eingeführt. In vielen Haushalten waren auch in den Folgejahren noch Schwarz-Weiß-Fernseher im Einsatz, so dass der Moderator die Farben von Beweisstücken oder anderen Objekten, die zu Suchzwecken gezeigt wurden, dennoch sehr genau identifizierte. Andere technische Möglichkeiten wurden schon früh genutzt B.
Alfred Hettmer Alter : 68 Jahre alt(1955)
in Zusammenarbeit mit der Bundespost oder der Telekom eingerichtete Telefonnummern, unter denen sich Zuschauer Tonbandaufnahmen mit kriminellen Stimmen anhören konnten, und erstmals wurde 1996 eine Internetadresse genannt, unter der die Polizei Hinweise veröffentlicht hatte über einen Fall. Nach einem Jahr bekam das Programm endlich eine eigene Website.
Ursprünglich aus der ZDF-Halle 1A in Wiesbaden Unter den Eichen ausgestrahlt, wurde die Produktion am 12. September 1969 in die Unterföhringer Studios der ZDF-Tochter FSM verlegt. Als Zuschauer lautet die Rufnummer seitdem München 95 01 95. Bundesfilm Preisträger Kurt Grimm leitete das Studio von der Gründung bis Ende 1998,
führte in dieser Zeit auch Regie bei Hunderten von Filmen und war maßgeblich an der Auswahl der Drehbücher beteiligt. Titel und Drehbuch des Films komponierten zunächst Heinz Kiessling und zunächst Ernst August Quelle Suspense-Musik im Laufe vieler Jahre. Zu den wesentlichen Mitwirkenden gehörten Wolfgang Grönebaum, Isolde Thümmler, Michael Brennicke,
Marion Hartmann, Joachim Höppner, Leon Rainer, Hansi Jochmann und Christian Baumann. Bundespräsident Walter Scheel überreichte Eduard Zimmermann anlässlich der 100. Übertragung von Aktenzeichen das Bundesverdienstkreuz XY… ungelöst am 7. Oktober 1977. Zimmermann erhielt am 16.
Juni 1986 von Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. 1997 strahlte das ZDF anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Sendung eine Sondersendung Hoste ausd von Frank Elstner,
in dem er und Eduard Zimmermann vier der spektakulärsten Fälle der Serie anhand von Ausschnitten aus den Original-Fahndungsfilmen besprachen und anschließend die Auflösung der Fälle anhand kürzerer Ausschnitte rekonstruierten, die zuvor verborgene Details enthüllten. Einige Sätze aus den Originalfilmen wurden von Grönebaum neu gesprochen,
die Instanzen wurden gekürzt und die Identität der Teilnehmer geändert. Nach 35 Jahren, am 8. November 2002, wurde die 350. Folge von XY ausgestrahlt. Da der Mord an Ursula Herrmann Eduard Zimmermann so am Herzen lag, kehrte er für diese Jubiläumsfolge als Gast in die Sendung von Rudi Cerne zurück. Nach der Ausgabe vom 6.
Dezember 2002 stellte das österreichische Fernsehen seine Beiträge ein; Ein Jahr später, am 5. Dezember 2003, zog das Schweizer Fernsehen nach. Seitdem wird es nur noch in Deutschland ausgestrahlt, während österreichische und Schweizer Zuschauer weiterhin über Satellit oder Kabel einschalten können.
In seltenen Fällen wird Aktenzeichen XY…international jedoch immer noch verwendet, um Situationen zu behandeln, die ihren Ursprung in Österreich oder der Schweiz haben und einen deutschen Bezug aufweisen.
Die gewünschte Sendung strahlte zwölfmal am Samstagnachmittag eine Sonderausgabe des Präventionsmagazins XY…Sicherheitscheck aus im Oktober 2004 und 2005. Vom 27. Oktober 2005 bis 2007 wurde XY doppelt so oft ausgestrahlt,
