Otto Prokop Biografie

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Otto Prokop Biografie -Otto Gerhard Prokop war ein österreichisch-deutscher Gerichtsmediziner und forensischer Serologe, dessen Einfluss auf die Gerichtsmedizin und Forschungspolitik in der DDR erheblich und weithin anerkannt war. Prokop, Sohn eines Arztes, absolvierte 1940 das Staatliche Gymnasium in Salzburg und begann ein Medizinstudium in Wien, das er jedoch nach zwei Semestern zum Wehrdienst verlassen musste.

Prokop blieb nach seiner Entlassung aus amerikanischer Gefangenschaft in Deutschland, kehrte Ende 1945 zum Abschluss seines Studiums nach Bonn zurück und verteidigte 1948 seine Dissertation über die Verwendung von Tierhaaren beim Mord Sensibilisierung gegen Blutgruppenantigene. Danach arbeitete er weiter in Bonn als Dozent für Gerichtsmedizin und hielt Vorträge zu Themen wie menschliche Blutgruppen und die Schnittstelle von Wissenschaft und Okkultismus.

Prokop nahm Ende 1956 eine Stelle an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin an, mit der Absicht, im Februar 1957 die Leitung des Instituts für Rechtsmedizin der Universität zu übernehmen. Seit Victor Müller-Hess 1949 die Freie Universität Berlin verließ, hat diese Stelle Bestand offen gewesen. Prokop behielt die doppelte Staatsbürgerschaft mit der DDR und Österreich, was ihm erlaubte, zwischen den beiden Ländern frei zu reisen.

Darüber hinaus war Prokop kommissarischer Leiter der Institute für Rechtsmedizin und Kriminalistik sowohl an der Universität Leipzig als auch an der Universität Halle. In Berlin-Lichtenberg leitete er auch den Betrieb des Instituts für Blutspende und Transfusion. Vorlesungen für Medizin-, Zahn-, Kriminologie- und Jurastudenten sowie die Ausbildung von Laborärzten und Chemikern, medizinischen, technischen und klinischen Chemikern mit Schwerpunkt toxikologische Analytik sowie Fachkandidaten für Pathologie rundeten seine umfangreiche Lehrtätigkeit ab.

In dieser Zeit gründete Prokop seine eigene akademische Schule und prägte maßgeblich das systematische Wachstum der Rechtsmedizin in beiden deutschen Staaten. Darüber hinaus war er produktiv auf den Gebieten der Krebsforschung, der Genetik und der Untersuchung von Blut- und Serumgruppen. Er betreute die Rehabilitation von rund 25 Medizinern. Nachdem Prokop im September 1987 in den Ruhestand ging, übernahm sein langjähriger Schüler Gunther Geserick die Leitung.

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Die Nachfrage nach Prokops Büchern und Vorträgen hielt auch nach seiner Pensionierung an. Am 20. Januar 2009 verstarb Otto Prokop im Alter von 87 Jahren. Sein Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.Der Berliner Senat hat Prokops Grab 2018 als Berliner Ehrengrab anerkannt.Wilhelmine Prokop, Ottos Frau und Übersetzerin, war maßgeblich dafür verantwortlich, dass seine Werke englischen Lesern zugänglich gemacht wurden.

Aus der Verbindung gingen zwei Kinder hervor, eine Tochter und ein Sohn. Der 2016 verstorbene Sportmediziner Ludwig Prokop hatte drei Brüder: Heinz Prokop, Handballer, und Gunnar Prokop, ebenfalls Sportler. Prokop, einem Wissenschaftler, Hochschullehrer und Direktor des Ost-Berlin-Instituts, wird weithin zugeschrieben, dass er dem Bereich der Gerichtsmedizin in Deutschland eine herausragende Stellung eingebracht hat.

Die Aufhebung der lebenslangen Haftstrafe gegen den Metzger Hans Hetzel wegen Mordes im Jahr 1953 durch das Landgericht Offenburg ist ein Paradebeispiel für Prokops Wirken. Nachdem sich der Angeklagte und sein Anwalt 1969 mit den Zürcher Wissenschaftlern Max Frei-Sulzer und Otto Prokop beraten hatten, konnte dieser im Gegensatz zu dem zuvor eingesetzten Sachverständigen Albert Ponsold, der sich darauf verlassen hatte, durch eigene genaue Ermittlungen ein Mordverbrechen ausschließen ausschließlich auf Amateurfotografien.

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Dies stellte Hetzels Unschuld fest. Der anschließende Freispruch im Wiederaufnahmeverfahren erregte breite Medienaufmerksamkeit und stärkte Prokops Ansehen in der Gemeinde. Zu den prominentesten Gerichtsmedizinern der ehemaligen DDR gehörte Otto Gerhard Prokop. Er entstammte einer langen Ahnenreihe österreichischer Mediziner. Am 29. September 1921 kam er in Sankt Pölten, Österreich, zur Welt.

Nachdem er 1940 sein Medizinstudium in Wien begonnen hatte, musste er sein Studium mit der Einberufung zur deutschen Wehrmacht unterbrechen. Von 1945 bis 1948 blieb er Student an den Bonner Instituten. 1948 wurde er promoviert und 1953 habilitiert. Danach behielt er seine Stelle in Bonn.Zum Jahresende hatte er das Angebot angenommen, das Institut für Rechtsmedizin an der Humboldt-Universität zu Berlin zu leiten, wo er bis 1987 als Direktor, ab 1. Februar tätig war.

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Es war „ein berufsorientierter Wechsel, kein Frontwechsel im Kalten Krieg“, so die Berliner Zeitung vom 11. Dezember 2004. 1 Für die rechtsmedizinische Ausbildung und Forschung in Deutschland steht das Institut für Rechtsmedizin schon am längsten dabei. Vorlesungen für Studenten der Medizin, Zahnmedizin, Kriminologie und Jura gehörten zu seinen zahlreichen Aufgaben als Professor.

Mit Schwerpunkt auf toxikologischer Analytik bildete er Medizintechniker, Chemiker, Pathologen und andere Laborärzte aus. Er betreute auch das Berlin-Lichtenberg Center for Blood Donation and Transfusion als Direktor. Aufgrund eines gravierenden Personalmangels auf dem Gebiet der Rechtsmedizin in der DDR in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg fungierte Prokop in seinen ersten Amtsjahren auch als interimistischer Direktor der Institute in Leipzig und Halle.


Zwischen 1958 und 1961 war Otto Prokop kommissarischer Direktor des Instituts für Gerichtliche Medizin der Universität Leipzig. Trotz Remote-Betrieb des Instituts wurden alle Bedürfnisse der Medizinstudenten erfüllt.Durch Prokop erhielt die Gerichtsmedizin in der DDR im In- und Ausland viel Aufmerksamkeit. Die Gerichtsmediziner aus Leipzig waren als Sachverständige in Rechtsfällen sehr gefragt.


Prof. Wolfgang Dürwald folgte 1961 Otto Prokop als Leiter der Abteilung nach. Er war neben Prokop der bekannteste Gerichtsmediziner der ehemaligen DDR.Nachdem Otto Prokop maßgeblich zum systematischen Wachstum der Rechtsmedizin in Deutschland beigetragen hatte, verabschiedete er sich von seiner eigenen Schule. Viele der rund 25 Ärzte, die bei ihm ausgebildet wurden, schlugen eine akademische Laufbahn als Professoren oder Dozenten ein.

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